Tansania: Der Kreislauf des Lebens in der Serengeti

Posted: 25. Dezember 2017

Für mich war die Serengeti Liebe auf den ersten Blick. Meine wildesten Afrika­träume wur­den hier wahr. Nie zuvor war ich dem Kreis­lauf aus Leben und Tod so nahe. Tausende von Gnus wan­dern über die weit­en Ebe­nen, dazwis­chen Raubtiere wie Leop­ar­den und Löwen, die sich an der reich­halti­gen Nahrung sat­tfressen. Willkom­men an einem der wildesten Orte und einem der faszinierend­sten Tier­begeg­nung­sorten unseres Plan­eten.

Nie werde ich meine erste Begeg­nung mit der Serengeti vergessen. Zwei Gepar­den sitzen mit blutver­schmierten Mäulern an ihrem Abendmahl, einem erlegten Gnu, und schla­gen sich die ohne­hin schon dick­en Bäuche mit den Resten voll. Riesige Gnuher­den ren­nen wild über die weit­en Grasebe­nen während die Sonne hin­ter ihnen blutrot unterge­ht, teil­weise direkt vor unserem Zelt. Ich bin hin und weg und kann mir schw­er vorstellen diesen Ort jemals wieder zu ver­lassen. Ein Ort, der so wild und ursprünglich ist und den ich bish­er nur aus Doku­men­ta­tio­nen kan­nte.

Anfahrt in die Serengeti

Pablo wird uns die näch­sten drei Tage die Serengeti zeigen. Der Weg von Karatu dahin ist zuerst aber lang. Unser Weg führt uns zum Ngoron­goro Krater dessen Con­ver­sa­tion Area wir passieren. Wir fahren wieder auf den oberen Krater­rand und sehen die Mas­sai­her­den zwis­chen denen Zebras und vere­inzelt Strauße und Gazellen ste­hen. Anstatt in den Krater hinein, fahren wir auf der anderen Seite hin­unter.

Die Straße ist hol­prig und es begin­nt zu tröpfeln. Die Land­schaft ändert sich in eine trock­ene Savan­nen­land­schaft mit leichtem Grün. Auf diesem wei­den einige Thom­son und Grant Gazellen. Als wir in den Aus­läufern der Serengeti ankom­men wer­den die Her­den größer und wir sehen Zebras, Gnus, Elands und Gazellen. Auch ein paar Schakale sind unter­wegs.

Die Serengeti: Die große Weite

Während unser Guide am Parkein­gang die Papiere erledigt, steigen wir auf einen kleinen fel­si­gen Berg, dem Naabi Hill. Auf ihm liegen viele Eidech­sen und wir müssen auf­passen, dass wir auf keine treten. Die großen sind sehr schön gefärbt und gehen von rot-lila in blau über. Von hier kön­nen wir die weite Grasebene überblick­en, die unendlich zu sein scheint. Unter uns sitzen zwei Marabu Störche in einem Baum.

Wir fahren in den Park und das Gras ist höher und grün­er als ich es für das Ende der Trocken­zeit gedacht hätte. Pablo erk­lärt uns, dass die Regen­zeit dieses Jahr etwas früher dran ist, weshalb es auch bere­its die für die Serengeti typ­is­chen Tier­wan­derun­gen zu sehen gibt. Ein­er der beein­druck­end­sten natür­lichen Kreis­läufe der Natur spielt sich hier seit Ewigkeit­en ab. Aber­tausende von Huftieren, die von urzeitlichen Rhyth­men des Über­lebens voran getrieben wer­den sind ständig auf der Suche nach frischem Gras. Die berühmteste und zahlre­ich­ste Wan­derung ist die der etwa 1,5 Mil­lio­nen Gnus. Es gibt auch eine sesshafte Gnupop­u­la­tion im Park und man wird diese kleinen, aber beein­druck­enden Her­den das ganze Jahr über sehen kön­nen. Sie sind extrem zahlre­ich, denn im Feb­ru­ar wer­den täglich mehr als 8.000 Gnus geboren, auch wenn rund 40% davon vor ihrem vierten Lebens­monat ster­ben.

Wir kom­men tiefer in die Serengeti und da sind sie: Die riesi­gen Gnu- und Zebra­her­den. Es müssen hun­derte, vielle­icht tausende sein. Gazellen sprin­gen durch die Land­schaft und wir ent­deck­en auch eine Kuhan­ti­lope, die wir bis jet­zt noch nicht gese­hen haben. Am beein­druck­end­sten sind aber die großen Gnuher­den. Vor allem wenn sie wild über die Straße sprin­gen, die Glied­maßen unko­or­diniert wirk­end in die Luft wer­fend. So eine Gnuherde wirkt auch immer ein wenig ori­en­tierungs­los. Wenn eins der Tiere einen Rap­pel bekommt und lossprint­et, sprint­en die anderen hin­ter­her, egal wohin. Im Hin­ter­grund braut sich ein Gewit­ter zusam­men was die Dra­matik noch ver­stärkt.

Abendmahl mit Geparden

Wir machen uns auf Rich­tung Camp. Auf dem Weg ent­deck­en wir in der Ferne eine Hyäne. Dann begeg­nen wir zwei Gepar­den, die ein Gnu geris­sen haben und nun mit fet­ten Bäuchen daneben liegen. Doch sie haben nicht genug und fressen weit­er. Sie sind wach­sam und beobacht­en die Umge­bung. Ein­er Hyäne oder einem Löwen wäre es ein Leicht­es ihnen die Beute abzu­ja­gen, doch die Hyäne ist immer noch weit weg. Lei­der müssen wir los um noch vor der Dunkel­heit im Camp zu sein.

Ankunft in der Katikati Tented Lodge

Das Katikati Camp liegt mit­ten im Busch, davor ste­ht eine Herde Gnus. Unser “Zim­mer” ist ein riesiges Zelt mit zwei Bet­ten, Waschbeck­en und zwei extra Räu­men für Dusche und Toi­lette. Noch nie zuvor habe ich in einem Zelt geduscht. Die Dusche wird immer extra für einen aufge­füllt, damit etwaige Wasser­reste keine Tiere anlock­en. Nach Ein­bruch der Dunkel­heit dür­fen wir uns nur noch in Begleitung draußen bewe­gen. Mit ein­er Lat­er­ne sig­nal­isieren wir, dass wir da sind und ein­er der Angestell­ten bringt uns dann zum offe­nen Essen­szelt, wo es jeden Abend ein fan­tastis­ches Buf­fet gibt. Beim Ein­schlafen hören wir brül­len­den Löwen und lachen­den Hyä­nen zu.

Inner­halb der Nation­al­parks gibt es drei wesentliche Unter­bringungsmöglichkeit­en: Ein­fach­es Camp­ing im Zelt mit Koch, die Glam-Camp­ing-Ver­sion mit großen, fest instal­lierten Zel­ten in mobilen Camps und die lux­u­riös­es­te Unter­bringung in ein­er Lodge. Wir haben uns für diese Vari­ante entsch­ieden, da wir vom Zel­ten nach dem Kil­i­man­jaro ein biss­chen die Nase voll haben. So haben wir alle Annehm­lichkeit­en ein­er Lodge mit dem Vorteil trotz­dem mit­ten in der Wild­nis zu sein.

Gnus und Hyänen

Die näch­sten zwei Tage haben wir Zeit die Serengeti zu erkun­den. Früh am Mor­gen starten wir unsere heutige Safari. Wir sehen einen lan­gen Zug Gnus, der auch schon am Camp vor­beige­zo­gen ist. Kurz darauf begeg­nen wir ein­er Hyäne, die mit­ten auf der Straße in ein­er Pfütze liegt. Offen­bar ist ihre let­zte Mahlzeit noch nicht lange her, denn sie ist kugel­rund. Sie kühlen sich gerne in Pfützen herunter, da es inner­halb ihres Magens sehr heiß bei der Ver­dau­ung wird. So schnell wird sich diese Hyäne nicht von hier fort­be­we­gen.

In einiger Ent­fer­nung sehen wir einen Geier sitzen in dessen Nähe ein Kadav­er liegt. Er ist aber noch nicht mit Fressen dran, da sich einige Hyä­nen noch an ihm zu schaf­fen machen. Andere liegen schon voll­ge­fressen herum. Es sind min­destens zehn Hyä­nen zu dem Festmahl ver­sam­melt. Etwas weit­er liegt ein Schakal im Gras und wartet ob für ihn etwas übrig­bleibt. Weit­er hin­ten laufen auch zwei Sekretärvögel herum, die eben­falls auf ihren Anteil warten. Sekretäre töten ihre Opfer, bevorzugt Schlangen, mit blitzschnellen Fußtrit­ten.

Wir fahren weit­er vor­bei an Gnus und Gazel­lenarten wie dem Ried­bock und das Topi. Auch ein Rudel Man­gusten und Warzen­schweine sind unter­wegs. Da in diesem Bere­ich das Gras sehr hoch ist, ist es schw­er hier Raubkatzen zu sehen. Wir drehen deshalb um und kön­nen auf den Rück­weg ein Straußen­paar bei der Balz beobacht­en. Sie erschreck­en ziem­lich als zwei ren­nende Impalas vor­beigezis­cht kom­men.

Süße Klippschliefer, die kleinen Verwandten der Elefanten

An der Seronera Touris­ten­in­fo machen wir eine Pause. In der Serengeti gibt es keine Stadt, keine Bankau­to­mat­en oder Super­märk­te. Nur die Touris­ten­in­for­ma­tion mit einem geschlosse­nen Sou­venir­shop. Neben dem Häuschen hüpfen einige ziem­lich niedliche Klipp­schliefer herum. Die hasen­großen kuschli­gen Tiere wiegen nicht viel mehr als 4kg, sind aber eng mit dem Ele­fan­ten ver­wandt. Eigentlich kann man kaum unter­schiedlich­er ausse­hen und doch tra­gen sie gle­iche DNS-Teile in sich. In einem Baum zwitsch­ern einige gelbe Webervögel und hän­gen an ihren Nestern. An einem großen Fels gibt es einen kleinen Rundweg mit aller­hand infor­ma­tiv­en Tafeln über das Leben in der Serengeti.

Wir fahren weit­er in einen grüneren Teil des Parks, auf der Suche nach Löwen und Leop­ar­den, stoßen aber nur auf ein paar Dikdiks und Giraf­fen. Wir sehen ein paar Geier kreisen und fahren zu der Stelle. Zig Geier machen sich dort über einen Kadav­er her, auch ein Marabu Storch mis­cht mit. Es kom­men immer neue hinzu. Auf den Büschen um den Kadav­er warten sie bis sie mit fut­tern dran sind.

Was mich an der Serengeti beson­ders fasziniert ist der Leben­skreis­lauf, dem man hier so nah kommt wie son­st nir­gends. Das kleine Gnu wird vom Löwen geris­sen, deren Resten gehen an Hyä­nen und deren Reste wiederum an die Geier. Was dann noch übrig bleibt bekom­men die Ameisen. Das alles geschieht in weni­gen Stun­den und das kom­plette Tier wird ver­w­ertet.

Happy Hippos

Als wir einen Fluss über­queren sehen wir ein grünes Krokodil auf den Steinen liegen. Wir postieren uns ein wenig flus­saufwärts. Krokodile gibt es hier keine aber dafür Nilpferde. Sie liegen in der braunen Brühe und stre­it­en um den besten Platz. Von weit­er stro­maufwärts kommt am Ufer­rand eine Hip­po Mama mit ihrem Jun­gen her­an. Das Junge ist aber auch schon ein ziem­lich­er Brock­en. Eine Zeit lang sehen und hören wir ihnen zu. Sie schnaufen und brum­men ziem­lich laut.

Dann machen wir uns weit­er auf den Weg zu einem Pick­nick­platz. Hier tre­f­fen zwei Flüsse aufeinan­der und bilden dann zusam­men ein braunes Wild­wass­er. In den ruhi­gen Bere­ichen liegen Flusspfer­den. Ein paar Meter flus­saufwärts find­en wir auch zwei Krokodile im Wass­er liegen und weit­ere Flusspferde. Zwei Flusspferde duel­lieren sich. Sie tauchen unter und tauchen dann mit weit aufgeris­se­nen Mäulern wieder auf.

Nach dem Mit­tagessen machen wir uns auf den Weg um Leop­ar­den und Löwen zu find­en. Eine große Gruppe Giraf­fen läuft uns über den Weg und ich ent­decke eine kleine gold­ene Man­guste­nart. Unser Guide ent­deckt auch eine Schild­kröte.

Löwen und Leoparden

Endlich ent­deck­en wir auch Löwen. Sie liegen jedoch gut ver­steckt unter den Bäu­men. Den Räu­bern ist es jet­zt ein­fach zu heiß. Auch wir beschließen eine Pause zu machen und fahren zum Seronera Büro. Am späten Nach­mit­tag machen wir uns wieder auf die Suche und wir wer­den fündig. Wir sehen einige Autos, die einen Leop­ar­den in einen Baum beobacht­en. Bei näheren Hin­se­hen ent­deck­en wir auch einen männlichen und einen weib­lichen Löwen unter dem Baum. Auch der Leop­ard im Baum ent­pup­pt sich als Löwen­dame. Die zweite klet­tert auch auf den Baum und macht es sich gemütlich. Nur das Män­nchen bleibt unten und wie es aussieht wird es von Fliegen belästigt.

Etwas weit­er tre­f­fen wir auf einem weit­eren Autoau­flauf. Vier Gepar­den liegen gle­ich neben dem Weg im Gras — eine Mut­ter mit ihren drei fast aus­gewach­se­nen Jun­gen. Viel bewe­gen sie sich nicht. Auf­ste­hen, fünf Meter gehen, wieder hin­le­gen.

Eine Mistkugel rollt über die Straße

Dann kommt das High­light des Tages. Pablo hat auf dem Weg einen Mis­tkäfer ent­deckt. Es sind sog­ar drei und zwei davon ver­suchen eine Mis­tkugel zu rollen wobei sie sich aber eher gegen­seit­ig behin­dern als unter­stützen.

Lange Zeit kommt uns nun eine Gnukarawane ent­ge­gen. Es sind wieder extrem viele die wie in ein­er Rei­he durch das hohe Gras laufen. Es hat zuge­zo­gen und die langsam unterge­hende Sonne strahlt durch die Wolken. Sieht fast aus wie gemalt. Wir fahren ins Camp zurück, und kön­nen hier einen wun­der­schö­nen blutroten Son­nenun­ter­gang beobacht­en.

Schleichende Löwen

Heute wollen wir die Mor­gen­stun­den aus­nutzen und starten die Safari schon vor dem Früh­stück. Gle­ich in der Nähe des Camps sehen wir drei große Büf­fel und eine Gnuherde. Die Hyä­nen sind auch schon unter­wegs.

Wir kom­men in die Nähe eines fast aus­getrock­neten Fluss­betts, wo wir auf ein paar Löwen tre­f­fen. Es sind zwei Grup­pen, die dicht zusam­men­liegen. Ein Löwen­paar und ein Män­nchen mit zwei Weibchen. Eine der Löwin­nen trägt einen wis­senschaftlichen Sender um den Hals. Lange liegen sie nur rum und rollen sich hin und her. Wir sind eine Zeit lang die einzi­gen Zuschauer und wir genießen die Stille. Nur ein paar Vögel sind zu hören. Mit der Zeit gesellen sich aber mehrere Autos hinzu.

Eine Gruppe Gnus kommt von hin­ten her­an. Sie wirken etwas ori­en­tierungs­los und sind schon ein gutes Stück näher an den Löwen, die aber nicht viel Inter­esse an ihnen zeigen. Die Gnus wer­den aufgeschreckt und laufen direkt auf die Löwen zu, deren Inter­esse nun geweckt ist. Da sie jedoch auf fast freiem Feld liegen wer­den sie bald ent­deckt. Die Gnus machen sich auf in die ent­ge­gen geset­zte Rich­tung. Das Löwen­pärchen schle­icht ihnen langsam ein Stück hin­ter­her. Aber die Gnus sind schon weit weg und so liegen auch sie sich wieder hin.

Kurz darauf näh­ern sich den drei verbliebe­nen Löwen eine Horde Man­gusten. Sie haben die Löwen noch nicht ent­deckt. Als sie ca. noch 20m von den Löwen ent­fer­nt sind ent­deckt sie eine aufrecht ste­hende Man­guste. Schnell richt­en sich auch die anderen Man­gusten auf. Auch die Löwen schauen inter­essiert, doch die Man­gusten machen schnell kehrt und laufen in die andere Rich­tung davon. Eine bleibt immer zurück und beobacht­en ob sie ver­fol­gt wer­den. Die Löwen chillen weit­er und wir fahren zum Früh­stück­en ins Camp zurück.

Leopardensichtung

Nach dem Früh­stück machen wir uns auf die Suche nach Leop­ar­den. Dazu fahren wir in einen Teil des Parks in dem wir bish­er noch nicht waren. Unter ein paar Bäu­men ent­decke ich ein paar Ele­fan­ten. Sie sind aber sehr weit weg und auch mit dem Fer­n­glas nur schw­er zu ent­deck­en. In einem Baum an der Straße sehen wir paar Gauk­ler-Greifvögel bei denen die Män­nchen kom­plett anders ausse­hen als die Weibchen.

Wir fahren über einen Aus­sicht­spunkt von dem man einen guten Teil der Serengeti überblick­en kann, hal­ten uns dort aber nicht lange auf. Wir näh­ern uns einem Autop­ulk. Zwei Gepar­den liegen im Gras, sie sind aber nur schlecht zu sehen und da wir auf Leop­ar­den­jagd sind fahren wir weit­er. Bald tre­f­fen wir auf den näch­sten Autop­ulk. Wir sehen ein weites hohes Gras­feld mit einem einzel­nen abgestor­be­nen Baum in der Mitte. Auf ihm soll vor kurzem noch ein Leop­ard gesessen haben. Zusam­men mit zig anderen Augen und Fer­ngläsern suchen wir das Gras­feld ab. Dann sehen wir ihn, er liegt weit ent­fer­nt auf einem Ter­miten­hügel. Mit bloßen Auge sieht es aus wie ein nor­maler Ter­miten­hügel, nur mit dem Fer­n­glas sieht man dass der obere Teil ein Leop­ard ist. Lange macht er nichts, dann taucht eine Horde Gnus und Thom­son Gazellen auf.

Er beobachtet sie eine Weile und ver­schwindet dann im hohen Gras. Alle warten auf eine Attacke oder eine Flucht der Gnus, aber nichts passiert. Die Herde zieht direkt an dem Ter­miten­hügel vor­bei wo der Leop­ard gele­gen hat, aber nichts passiert. Als die Herde vor­bei ist, durch­suchen wir wieder das Gras­feld. Etwas später taucht er wieder in der Nähe des Baums auf und klet­tert auf ihn. Dort wirft er sich für uns in Pose. Bald klet­tert er wieder herab und ver­schwindet im Gras­meer.

Mittagspause unter Leoparden, Vögeln und Mäusen

Wir wollen zu dem Aus­sicht­spunkt zum Mit­tagessen fahren. Auf dem Weg sehen wir ein paar Südliche Hornraben. Die Vögel sind ziem­lich groß und kön­nen nicht fliegen. Vom Ausse­hen her kön­nten sie aus einem Gruselk­a­bi­nett stam­men. Etwas weit­er sehen wir noch einen Leop­ar­den in einem Baum liegen. Er macht es sich ger­ade gemütlich und scheint sich nicht mehr viel bewe­gen zu wollen.

Wir sind nicht einzi­gen die auf dem Aus­sicht­spunkt Mit­tag machen. Neben den Touris­ten ver­suchen auch viele Vögel und ein paar Mäuschen einen Hap­pen abzubekom­men. Ger­ade die Vögel sind dabei ziem­lich frech.

Ein Leopard auch Tuchfühlung

Wir fahren weit­er. In der Nähe der Stelle wo wir den ersten Leop­ar­den gese­hen haben ste­hen wieder Autos. Wir hal­ten und nur ein paar Meter ent­fer­nt sitzt der Leop­ard. Auf der anderen Seite der Autos ste­hen zwei Impalas. Der Leop­ard sucht unter einem der Autos Deck­ung. Die Impalas fan­gen zu laufen an, der Leop­ard hin­ter­her. Als ich sie zum let­zten Mal sehe haben die Impalas einen großen Vor­sprung und haben den Leop­ar­den zurück­ge­lassen. Offen­bar war er nicht erfol­gre­ich.

Wir fahren weit­er, sehen Büf­fel, Löwen und viele andere Savan­nen­be­wohn­er. Am Endes des Tages kom­men wir nochmal an zwei Löwen vor­bei. Sie liegen direkt neben der Straße. Wir beobacht­en sie lange und langsam geht die Sonne unter. Die Löwen liegen schön im gold­e­nen Licht und ich kann gar nicht genug Fotos davon bekom­men.

Der letzte Tag Serengeti mit Löwen

Um unsere let­zten Stun­den in der Serengeti zu nutzen starten wir schon um 6 Uhr mit der Safari. Vor unserem Zelt ste­hen Gnus und auch ein paar Büf­fel. Wir starten gle­ich. Es däm­mert noch und es ist neblig. Viel ist nicht los, die Thom­son Gazellen liegen noch im hohen Gras und die Geier sitzen in den Bäu­men. Etwas vor der Stelle wo wir gestern Mor­gen die Löwen gese­hen haben find­en wir zwei Löwen­damen sie liegen im Gras. An ein­er Wasser­stelle ste­hen viele Marabu Störche und auch eine große Pavian­herde ist schon auf. Wir kom­men zu ein paar Autos. Weit in der Ferne sind Löwen zwis­chen den Bäu­men zu sehen. Sie bewe­gen sich jedoch von uns weg.

Wir fahren weit­er an eine Stelle wo uns die Löwen ent­ge­gen kom­men kön­nten. Und tat­säch­lich sie sind noch weit weg aber sie kom­men langsam näher. Ich zäh­le 12 Stück aber wahrschein­lich sind es einige mehr. Auch ein großes Män­nchen ist dabei. Eine Löwin und ein paar halb­wüch­sige klet­tern auf einen umge­bo­ge­nen Baum und tollen herum. Am Ende sind uns die Löwen nahe genug damit man sie auch ohne Fer­n­glas beobacht­en kann Nun ent­deck­en wir auch das bei den Reudele in paar Babylöwen dabei sind. Lei­der sind sie im hohen Gras nur schw­er zu sehen. Die Löwen bleiben auf Abstand zu uns, nur eine Löwin kommt näher über­quert die Straße und legt sich hin.

Abschied und Abflug

Wir fahren zum Früh­stück in unser Camp und pack­en unsere Sachen. Wir bekom­men Brotzeit­box­en und wie immer sind die Angestell­ten sehr nett. Pablo bringt uns zum Seronera Flughafen. Auf dem Weg ver­ab­schieden wir uns von Gnus, Zebras, Büf­fel und Gazellen. Auch den großen Nashorn­vo­gel sehen wir nochmal. Der Flughafen ist klein. Sicher­heit­skon­trollen oder eine Gepäck­ab­gabe gibt es nicht. Wir ver­ab­schieden uns von Pablo und fliegen los. Beina­he hebt die Cess­na ohne uns ab als im let­zten Moment noch auf­fällt, dass zwei Pas­sagiere fehlen. Wir sitzen während­dessen nichts ahnend in der Warte­zone bis wir abge­holt wer­den und die let­zten zwei Plätze in der kleinen Pro­peller­mas­chine für uns beanspruchen. Selb­st von hier oben kön­nen wir die großen Gnuher­den zu sehen.

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