Tibet/Nepal: Weiterflug nach Kathmandu

Posted: 17. September 2015

Heute geht’s nun also weit­er nach Nepal. Wir fliegen von Lhasa nach Kath­man­du, das uns laut und inten­siv in Emp­fang nimmt. Außer­dem bekom­men wir eine erste Kost­probe von der Auf­dringlichkeit jen­er Men­schen, die uns unbe­d­ingt etwas verkaufen wollen.

Wir ste­hen um sieben Uhr auf, da uns Kor­ma um acht Uhr am Guest­house abholt und zum Minibus bringt. Wir ver­ab­schieden uns. Unser Fahrer bringt uns zum Flughafen. Hier wer­den wir ganz schön auseinan­der genom­men, die Secu­ri­ty Checks wer­den hier offen­bar sehr ernst genom­men. Alex muss sowohl seinen großen als auch seinen kleinen Ruck­sack aus­pack­en. Im großen wer­den unsere Mess­er und der Flach­mann mit Wod­ka genauer begutachtet. Im Handgepäck sind sie auf der Suche nach irgen­deinem Mess­er, was sich darin befind­en soll. Wir wis­sen nicht wovon die Rede sein mag. Alle Einzel­teile des Ruck­sacks wer­den durch den Scan­ner geschickt und es stellt sich her­aus, dass es sich um ein winziges Klappmess­er in seinem Erste-Hil­fe-Set gehan­delt hat. Inter­es­sant, dass das vorher noch kein­er bemerkt hat.

Im Warte­bere­ich des Gates stellt sich her­aus, dass unser Flug Ver­spä­tung wegen Flugkon­trollen hat — unser Flugzeug geht nun erst zwei Stun­den später. Wir bekom­men aber ein Mit­tagessen serviert während wir warten. Dann besteigen wir endlich das Flugzeug und fliegen über schneebe­deck­te Berge hin­weg nach Nepal. Wir bewer­ben uns am Flughafen für unser nepale­sis­ches Visum, was ohne große Schwierigkeit­en funk­tion­iert. Wir entschei­den uns gle­ich für das 90-Tage-Visum, da die Wahrschein­lichkeit hoch ist, dass wir die 30 Tage über­schre­it­en wer­den. Es gibt nur ein 15-/30-/90-Tage-Visum. Erst wollen sie am Visa-Schal­ter mit Bargeld bezahlt wer­den, wohl bemerkt aber keine Nepale­sis­chen Rupi­en, wir haben aber keins. Dann geht’s doch mit der Kred­itkarte. Wir bekom­men einen Aufk­le­ber in unsere Pässe und gehen hin­aus. Mein Ruck­sack wartet schon vor dem Gepäck­band, Alex Ruck­sack bleibt aus. Wir find­en ihn aber vor einem anderen Gepäck­band ste­hend. Für einen Moment haben wir schon gedacht er sei ver­loren gegan­gen.

Kathmandu heißt uns Willkommen — auf seine eigene Art

Auf dem Weg hin­aus kaufen wir ein Taxi-Coupon für die Fahrt in die Innen­stadt hinein. Wir set­zen uns in ein Taxi, wo sich noch ein Nepali neben den Fahrer set­zt, was uns erst­mal ver­wun­dert. Schnell stellt sich her­aus, dass es sich um einen Toure­nan­bi­eter han­delt, der uns die gesamte Fahrt hin­durch wegen Trekking vol­lquatscht. Er macht uns ein “unschlag­bares” Ange­bot für eine Ever­est Tour und scheint nicht ver­ste­hen zu wollen, dass wir erst­mal nur aus­ruhen wollen und uns noch gar nicht mit weit­er­er Pla­nung beschäfti­gen wollen. Immer­hin sind wir ger­ade erst in Nepal angekom­men.

Herumirren in Kathmandu

Wir wer­den in Thamel, dem Back­packer­bezirk abge­set­zt, und uns wird bedeutet, dass wir noch ein Stück zu unserem Guest­house, dem “Moun­tain Peace Guest­house” gehen sollen, er könne hier nicht weit­er fahren, weil die Straße so eng sei. Das Hos­tel find­et sich allerd­ings nicht in der Straße. Nur viele andere Hos­tels mit dem Wort “Peace” im Namen. Wir gehen also auf die Haupt­straße zurück, sind recht miss­ges­timmt ob dieser ganzen Tax­i­fahrt. Wir fra­gen herum, kein­er weiß was. Wir tre­f­fen auf einen Europäer, der so nett ist bei Google Maps für uns nachzuschauen wo sich das Hos­tel befind­et. Wir gehen aber erst­mal in die falsche Rich­tung. Es ist heiß, laut und voll.

Wir set­zen uns ins erst­beste Café, das nach WiFi aussieht um nochmal bei Google Maps nachzuschauen. Einen fan­tastis­chen Brown­ie später, stellen wir fest, dass wir in die andere Rich­tung gehen müssen. Einen weit­eren Brown­ie später machen wir uns wieder auf den Weg. Wir gelan­gen zum Sorakhutte Platz, wo das Hos­tel in der Nähe sein müsste, wer­den aber ein­fach nicht fündig. Es ist so heiß und stick­ig. Ich set­ze mich mit den Ruck­säck­en an die Seite und Alex sucht ohne Gewicht weit­er. Schließlich kann ihm eine Verkäuferin weit­er­helfen — unser Guest­house befind­et sich in ein­er kleinen Seit­en­straße. Es gibt zwar ein Schild, das geht aber unter den tausend anderen Schildern und dem Kabel­salat über der Straße ganz schön unter. Wir kom­men erle­ichtert am Hos­tel an und beziehen unser geräu­miges und helles Zim­mer im 3. Stock. Endlich hin­le­gen, eine Wohltat. Wir gehen erst am Abend wieder hin­aus um etwas zu essen.

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