Wandberg: Genusstour im Chiemgau

Posted: 1. April 2017 by Annika

An diesem her­rlichen Woch­enende kann man ja gar nicht anders als raus. Wir pla­nen eine ruhige Wan­derung auf den eher unbekan­nten Wand­berg, der auch im Win­ter Ski­tourenge­her auf seine freien Almwiesen lockt. Die Berg­wan­derung ist ein­fach und ver­läuft auf größ­ten­teils guten Wan­der­we­gen und durch schönes Almgelände mit frühem Blick auf das Kaiserge­birge. Außer­dem ist diese Wan­derung eine Prämiere, denn der knapp drei Monate alte August ist auf der ersten Berg­tour seines Lebens. Unsere Fre­unde gewöh­nen ihren Nach­wuchs schon schnell an die Berge, natür­lich wird er aber noch bequem in einem Tuch hinaufgetragen.

Auf einem bre­it­en Forstweg steigen wir hin­auf, der schon bald in einem schmalen Pfad mün­det und sich steil durch den Wald zieht. Wir tre­f­fen wieder auf einen bre­it­en Weg und kürzen dann über eine Wiese zur Wild­bich­ler Alm ab. Die ersten wun­der­schö­nen Blicke auf den Zah­men und Wilden Kaiser eröff­nen sich nun. Offen­bar liegt in den Karen der Kaiserge­birge noch gut Schnee. Zwar wird man um ein biss­chen Tra­gen der Ski­er nicht herum kom­men, den­noch sieht es so aus als könne man noch hin­re­ichende Bedin­gun­gen finden.

Für uns geht’s wieder auf ein­er Alm­straße weit­er zum Wand­berg. Während August die meiste Zeit schläft, meldet er sich hier langsam zu Wort und fordert Aufmerk­samkeit ein. Nach ein­er kleinen Windel-Pause gehen wir über Almgelände in eine kleine Mulde, dann queren wir die Süd­flanke des Wand­bergs und gelan­gen zu ein­er kleinen Alm, von wo aus uns der Weg auf den let­zten steil­eren Gipfe­lanstieg zum Kreuz führt. Von hier haben wir nicht nur Aus­blicke ins Inntal und ins Kaiserge­birge, son­dern auch bis auf die schneebe­deck­ten Gipfel der Hohen Tauern, obwohl es heute ein biss­chen diesig ist.

Abstieg mit Einkehr auf der Wandberghütte

Kurz unter­halb des Gipfels begeg­net uns eine schwarz-weiße Bergkatze, die ein Stück des Weges mit uns gemein­sam zurück­legt und dabei Kuschelein­heit­en ein­fordert. Wir gehen wieder hin­unter zur Alm unter dem Gipfel und an der kleinen Maria-Hilf-Kapelle zur Wand­berghütte, wo wir einkehren. Die Kas­pressknödel auf dieser Hütte sind fan­tastisch und wir genießen lange die Sonne, lachen und scherzen. Ich habe auf dieser Tour gel­ernt, dass man schon früh mit dem Nach­wuchs in die Berge gehen kann, solange man es nicht auf extreme Touren abge­se­hen hat. Raus­ge­hen, in der Natur sein und die Bergluft genießen — das ist in jedem Alter und beina­he jed­er Lebenssi­t­u­a­tion möglich. Es müssen nicht immer tausend Höhen­meter und harte Klet­terei sein um einen schö­nen Tag zu genießen.


FAKTEN ZUR TOUR
Wan­derung Wand­berg (1.454m)

Gehzeit: 4h
Höhen­meter: 760hm
Aus­gangspunkt: Park­platz beim Müll­ner-Peter-Hof (gebührenpflichtig) in Aschach
Schwierigkeit: T2 — Bergwandern

1 Kommentar

  • Brennkopf: Über den Wolken - Sheep Cuddling 19. November 2021 at 16:34

    […] links die Hohen Tauern, Tux­er und Ziller­taler Alpen. Auf der anderen Seite sehen wir den Wand­berg zu dem man die Tour noch ver­längern kön­nte. Das Inntal ver­steckt sich unter der […]

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