Neuseeland: Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck

Posted: 1. Februar 2008

Die Nacht war kurz und der Wind rüt­telte heftig am Zelt. 5:30 Uhr geht es aus den Fed­ern um 6:30 Uhr zur Fähre zu fahren, die uns auf die Südin­sel brin­gen soll. Die aufge­hende Sonne glitzert her­rlich auf dem Wass­er, durch die Wolken drin­gen einzelne Strahlen. Auf dem Son­nen­deck hat man eine gute Sicht. Halb neun legt die Fähre Rich­tung Süden ab. Ein let­zter Blick auf Welling­ton und auf zwei Leucht­türme und schon sind wir auf dem offe­nen Meer, wo es ziem­lich windig wird. Ich schaue mich ein biss­chen auf der großen Fähre um: zahlre­iche Aus­sicht­splat­tfor­men, eine Bar, Café und Restau­rant gibt es sowie Tele­fone und Spielplätze für die Kleinen.

Dann fahren wir in den Bere­ich der Südin­sel ein, durch die Marl­bor­ough Sounds hin­durch, die atem­ber­aubend schön sind. Der erste Tag auf der Südin­sel und ich bin schon über­wältigt. Strahlend blaues Wass­er und zahlre­iche Bucht­en, Inseln und Seewege, die vom Meer geformt wur­den, das die tiefen Täler nach der Eiszeit über­flutet hat. Das Gebi­et ist ziem­lich groß und kaum zu erfassen.

In Pic­ton angekom­men, gibt es erst ein­mal einen Chai Lat­te in einem Café am Wass­er. Der Hafen gefällt mir gut. Pal­men säu­men die Ufer­prom­e­nade und dahin­ter das glitzernde Wass­er. Ein biss­chen was einkaufen, essen und dann geht es den szenis­chen Queen Char­lotte Dri­ve ent­lang um dann auf eine Hal­binsel zum Kenepu­ru Sound, wo es einen schö­nen Camp­ing­platz am Meer gibt, zu fahren. Wahnsinn, hier möchte man gar nicht mehr weg.

Ich würde gerne 3–4 Tage den Queen Char­lotte Track gelaufen, was aber aus Zeit­grün­den nicht klappt. Der Track führt an der Küste ent­lang und durch Regen­wald, soll sehr schön sein. Aber schon in zwei Wochen müssen wir im Fiord­land Nation­al Park für den Route­burn Track sein und es gibt noch viel zu sehen – Wale, Gletsch­er und hohe Berge.

 

Stür­mis­che Nächte
Die Nacht ist äußerst unan­genehm, denn ein heftiger Sturm rüt­telt an der Zelt­plane, bis diese ent­nervt abgenom­men wird, was dem Wind zwar keine Angriffs­fläche mehr bietet, ihn dafür aber ins Zelt hinein­we­ht. Der Tag begin­nt auch grau und unan­genehm und ich ärg­ere mich, dass ich gestern auf­grund von Magen­schmerzen kein Bad mehr im Meer genom­men habe und keine Fotos von der Bucht gemacht habe.

Wir fahren bis zum Culler’s Point, wo es einen kurzen Walk­way mit tollen Aus­blick­en auf Have­lock und die Sounds gibt.

Dann geht es nach Motue­ka und wir buchen eine 3-Tages-Kayak­tour im Abel Tas­man Nation­al Park. Vom 3.–5. Feb­ru­ar werde ich also auf dem Wass­er sein und die her­rlichen Bucht­en dieses Nation­al­parks erkun­den in dem einen Robben und sog­ar Orcas begeg­nen kön­nen. Wir sor­gen für Essen und Anti-Sand­fliegen-Spray und bere­it­en alles für den Trip vor. Ich hoffe, dass das Wet­ter mit­spielt.

 

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